Pressemitteilung:
Zeitgenössischer Tanz im Kreuzberger Spätkauf
Am 9.12.2010 bringt die Choreographin Meritxell Campos Olivé mit SPECULUM zum zweiten Mal eine Tanztheater-Uraufführung ins Tacheles. Schon am 21.11. werden in einer offenen Probe Ausschnitte des Werkes gezeigt: in einem Spätkauf am Kottbusser Damm.
In ihrem neuen Stück SPECULUM, das vom 9. bis zum 12.12.2010 insgesamt sechs Mal im Berliner Tacheles aufgeführt wird, setzt sich Meritxell Campos Olivé mit dem Thema Selbstdarstellung im Barock und Heute auseinander. Eher zufällig - beim Einkaufen - fand sie für ihr aus über 30 Tänzerinnen und Tänzern bestehendes Ensemble die perfekte Location für eine offene Probe.
„Ich habe mich sofort in diesen Späti verliebt. Ich fand die Idee faszinierend, in dieser eigentlich völlig unpassenden Umgebung zu tanzen, zwischen Tiefkühlpizza und bunter Reklame. Außerdem gehen hier Menschen ein und aus, die wahrscheinlich zum Großteil noch nie zeitgenössischen Tanz im Theater gesehen haben. Eine absolut spannende Situation!“ beschreibt die aus Barcelona stammende Choreographin die Wahl des ungewöhnlichen Aufführungsortes.
Überhaupt geht Meritxell Campos Olivé, die seit 1999 in Berlin lebt und arbeitet, gerne unbequeme Wege: Ohne staatliche Subventionen und auf eigenes Risiko inszenierte sie 2008 ihr erstes großes Tanztheater TRAUM ZWEIER STÄDTE. Beinahe 40 Mitwirkende (Profis und Amateure) brachten nach einer Vorbereitungszeit von über einem Jahr ein Stück auf die Bühne des Tacheles, das das Publikum in insgesamt fünf ausverkauften Vorstellungen zu wahren Beifallsstürmen hinriss. Auch für ihre nächsten Inszenierungen PENTACORDIA (Berlin, 2009) und ENTRE DOS VERANOS (Buenos Aires, 2010) blieb sie ihrem Konzept treu: der Arbeit mit Profis und Amateuren jenseits des institutionalisierten Kulturbetriebes.
Ihre Philosophie erklärt Meritxell Campos Olivé so:
„Die Arbeit mit Amateuren ist spannend und immer wieder überraschend. Noch interessanter wird es, wenn Amateure mit Profis zusammentreffen – beide können voneinander viel lernen. Im Vordergrund steht für mich jedoch der künstlerische Wert einer Inszenierung: Wenn ein Stück berührt, fesselt und Spaß macht, ist es völlig egal, ob auf der Bühne professionelle Tänzer stehen. Wenn es das nicht tut, allerdings auch.“
Am 21.11. kann man sich bei freiem Eintritt ab 20.00 Uhr selbst ein Bild machen von der Energie und Dynamik, die das Ensemble auf die Bühne bringt – zwischen Sternburg-Export und Dosensuppe.
Bilder:
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komplettes Paket (Bilder & Pressemitteilung & Flyer)
Pressemitteilung (PDF)
Gruppenbild 1 - Fotografin: Kathrin Holighaus (JPG)
Gruppenbild 2 - Fotografin: Georgina Espasa (JPG)
Gruppenbild 3 (JPG)
Porträt - Meritxell Campos Olivé (JPG)
Flyer (PDF)
Flyer - Vorderseite (JPG)
Flyer - Rückseite (JPG)




